Historisches

Das Rittergütlein Maasdorf wurde 1701 erstmals erwähnt und war im Besitz des Oberforstmeisters von Seydewitz. Im Jahre 1898 erwarb Carl Weiland (späterer königlich-preußischer Kommissionsrat) die Domäne in Maasdorf. Nach seinem Tod 1923 erbte sein Sohn Paul das Gut. Es bestand zu diesem Zeitpunkt aus einem großen Gutshaus mit Stallgebäude und einer stillgelegten Brennerei. Doch der aus Südtirol stammenden Frau des neuen Gutsherrn behagte der „eckige Kasten“ nicht. So ließ Paul Weiland Türmchen anbauen und ein Turmzimmer einrichten und gab damit dem Gut sein heutiges Aussehen, das an ein Schloss erinnert.

 

In den 1920er Jahren brachte der Kutscher Bornack von Knissen, der auf dem Maasdorfer Gut arbeitete, auf dem Schornstein der ehemaligen Gutsbrennerei ein Wagenrad als Nistgrundlage für Störche an. Für eine Schachtel Zigaretten als Lohn kletterte er im Schornstein hoch und zog von außen das Wagenrad nach oben. Seit dieser Zeit brüten jedes Jahr Störche auf dem alten Gemäuer und machen es seither zu einem Wahrzeichen von Maasdorf.


Presseartikel Lausitzer Rundschau 19.09.1996
Presseartikel Lausitzer Rundschau 19.09.1996

Nach 1947 diente das Schlösschen vielen Familien als Wohnung und wurde Anfang der 80er von zahlreichen Maasdorfer Bürgern zur Gaststätte umgebaut, welche 1984 eröffnete. Seit 1991 wird sie von Bernd Wunderlich geführt. Im November 1995 begann ein durchgreifender Um- bzw. Neubau, dessen Fertigstellung 1997 gefeiert werden konnte. Die neu errichteten Hotelzimmer mit allem Komfort sowie das Restaurant mit vielen schmackhaften Gerichten aus den Gärten der Region bieten den richtigen Rahmen für einen angenehmen Aufenthalt.